Kürbisglimmen [Gedicht]
by Stefanie KlawitterWenn im Dunkeln Lichter flackern
und die Totenschädel klackern,
sammelt sich die Geisterschar.
Wenn die Nebelbänke treiben,
Tote ihrem Grab entsteigen,
werden Spukgeschichten wahr.
Kürbisglimmen an den Wegen,
schaurig‘ Heulen in der Luft,
schaurig‘ Heulen aus der Gruft,
geh dem Glimmen nicht entgegen.
Lauf so schnell die Beine tragen!
Lauf! Und blicke nicht zurück.
Kalte Finger, nasser Strick
warten derer, die sie jagen.
Kürbisfratzen weisen Pfade,
Totenwesen ohne Gnade
finden, wer den Funken birgt.
Um ihr Lebenslicht zu nähren,
Fleisch und Knochen zu verzehren,
hoffen sie, der Zauber wirkt.
Kürbisglimmen an den Wegen,
schaurig‘ Heulen in der Luft,
schaurig‘ Heulen fern der Gruft,
Geister wanken dir entgegen.
Lauf so schnell die Beine tragen!
Lauf! Und blicke nicht zurück.
Schnell, nur noch ein kleines Stück!
Was ist das an deinem Kragen …?
29.08.2021
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